Vollendet
Ausblick

Der digitale Fokus

In Zukunft konzentriert sich die SVC – AG für KMU Risikokapital (SVC AG) bei Early-Stage-Investitionen auf drei Gebiete, darunter auch auf Innovationen im Finanzbereich.

Die SVC AG deckt einen breiten Teil des Lebenszyklus der Firmen ab, Investments reichen von relativ jungen Firmen bis zu gestandenen KMU, und bisher war auch der inhaltliche Fokus genauso breit: Investiert wurde in der Lebensmittel-, Hightech- und Transportindustrie – und vielen anderen mehr. Dieses grosse Tätigungsfeld soll zukünftig bei unseren Early-Stage-Investitionen etwas eingeschränkt werden: «Wir möchten uns inhaltlich auf drei strategische, sehr digitale und zukunftsträchtige Gebiete fokussieren», sagt der CEO Frank Naumann, «das Ziel ist, in den unten aufgeführten Bereichen durch unsere Expertise im Markt als Spezialisten wahrgenommen zu werden»:

  • Robotics & Automation
  • MedTech
  • FinTech

Dafür wird künftig der geografische Fokus etwas gelockert: Bislang mussten die Firmen in der Schweiz domiziliert sein, im digitalen, globalen Zeitalter reicht ein starker Bezug zur Schweiz.

30 Millionen für FinTech

Der letzte Bereich, FinTech, ist ein neues Investitionsfeld für die SVC AG und wird etwas anders gehandhabt als die anderen beiden. Hier werden Firmen unterstützt, die digitale Finanzinnovationen entwickeln und auf den Markt bringen. Diese Firmen bewegen sich zum Teil in einem ähnlichen Gebiet wie die Credit Suisse selber oder bieten innovative Lösungen für deren Wertschöpfungskette. Die Bank sieht es somit als Chance, wenn sie aktiv in die Szene der jungen Finanzfirmen involviert ist und die Innovationen möglicherweise auch für sich selber oder ihre Kunden nutzen kann. Für diesen Bereich stellt die Credit Suisse zusätzliches Investitionskapital von 30 Millionen Franken zur Verfügung. Dieser ist auch Teil der SVC AG, nur werden entsprechende Investitionen von einem speziell hierfür zusammengesetzten FinTech Investment Committee entschieden.

Auch aus dem «klassischen» SVC AG-Risikokapital stehen noch Mittel zur Verfügung (siehe Rückblick): Mehr als 20 Millionen Franken können 2018 investiert werden. «Wie bisher werden wir aber nur ein Investment eingehen, wenn wir vom Geschäftsmodell und vom Management überzeugt sind», sagt CEO Frank Naumann, «im Unterschied zu anderen Investmentgesellschaften haben wir keinen Zeitdruck, die Mittel anzulegen. Wir haben keine Investoren, die ihr Kapital zurückverlangen – unser Modell entspricht einem steten Kreislauf.»

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