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ScanTrust SA

Im globalen Kampf gegen Fälschungen

Uhren, Industriegüter, Babymilch – es gibt heutzutage kaum ein Produkt, das nicht gefälscht wird. Das schadet den Unternehmen und gefährdet Konsumenten. Das Lausanner Start-up ScanTrust will der Produktpiraterie ein Ende bereiten.

2015 waren Produktplagiate im Wert von über 1.5 Billionen Dollar im Umlauf, in Zukunft werden es noch mehr sein. Für Produzenten sind finanzielle Schäden und ein ramponierter Ruf die Folgen, Konsumenten setzen im schlimmsten Fall ihre Gesundheit aufs Spiel – dann, wenn Medikamente oder Nahrungsmittel kopiert werden.

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Um dieses Problem zu bekämpfen, entwickelte ScanTrust den weltweit ersten fälschungssicheren Barcode. Dieser Code wird auf Produkten angebracht und gibt jedem Artikel eine einzigartige digitale Identität. Scannt ein Konsument den Code mit der kostenlosen ScanTrust-App, erfährt er innert Sekunden, ob das Produkt echt ist.

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«Jede Person hat das Recht zu wissen, ob ein Produkt, das sie kauft, echt oder gefälscht ist», betont Nathan Anderson, Mitgründer und CEO von ScanTrust. Diese Vision treibt ihn und Dr. Justin Picard, den zweiten Gründer, Chief Technology Officer (CTO) und Erfinder der innovativen Technologie an. Doch nicht nur für Konsumenten, sondern auch für Produzenten ist das Verfahren interessant. «Es gibt unzählige Vertriebswege», erklärt Dr. Picard. «Die Unternehmen wissen oft nicht, wo ihre Produkte sind, wer sie nutzt und ob sie gefälscht werden.» Mit der ScanTrust-Lösung ist es nicht nur möglich, Fälschungen per Smartphone zu entdecken, sondern auch die Wege der Ware in der Supply Chain zu verfolgen und Einblick in das Käuferverhalten zu erhalten: Jedes einzelne Produkt wird über eine cloud-basierte Plattform mit dem Internet verbunden und kann jederzeit ausfindig gemacht werden.

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Von einer «verrückten Idee in Justins Kopf» zu einer marktfähigen Lösung

Dr. Picard tüftelt schon seit Jahren an Verfahren, die echte von gefälschter Ware unterscheiden können. Erst mit dem Aufkommen besserer Smartphone-Kameras wurde seine Idee einer schnellen Prüfung umsetzbar, denn es brauchte kein spezielles Equipment mehr, um einen Code zu prüfen. Die Gründung von ScanTrust Anfang 2014 war der nächste logische Schritt. Seinen Hauptsitz hat das Start-up im Innovation Park der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), wo Dr. Picard als Postdoktorand zum Thema Fälschungen geforscht hat. Trotz der Verwurzelung in der Schweiz agierte das Unternehmen von Anfang an international. «Ein globales Problem braucht eine globale Lösung», ist Anderson, der seit über zehn Jahren in China lebt, überzeugt.

Gut 20 Personen arbeiten in Lausanne, Shanghai und Bangkok für ScanTrust – und es sollen mehr werden. ScanTrust ist auf Wachstumskurs. Das ist auch dank der Unterstützung der SVC – AG für KMU Risikokapital (SVC AG) möglich. «Die SVC AG unterstützt uns nicht nur mit Kapital und Finanz Know How sondern mithilfe ihres erstklassigen Partnernetzwerkes auch in Themen wie strategischer Businessplanung und vielem mehr», freuen sich die Gründer. «Mit ihnen können wir uns entwickeln.» Auch die finanzielle Unterstützung sei viel wert. ScanTrust ist bereit für die nächste Runde im Kampf gegen Fälschungen: Ihre Lösung ist stabil und kann auf jedem denkbaren Produkt angebracht werden, von Ersatzteilen in der Autoindustrie über Saatgut bis hin zu chinesischer Babymilch. Für Fälscher brechen harte Zeiten an.

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